Sonntag, 24 Februar 2019 19:54

1. Heimniederlage gegen Porta Westfalica

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Die HSG Altenbeken/Buke muss im 9. Heimspiel der Saison in die erste Niederlage in der Schulsporthalle einwilligen. Gegen die HSG Porta Westfalica steht am Ende eine bittere 24:30 (12:18)-Niederlage auf der Anzeigetafel.

Deutlich besser präsentierte sich die Zwote gegen den TuS Müssen/Billinghausen: Die Mannschaft von Coach Franz-Josef Grebe kämpfte den Tabellendritten der Bezirksliga mit 24:21 (11:8) nieder!

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Trainer Jan Schwensfeger musste für die schwere Partie gegen den Tabellenvierten auf Jonas Bruhn und Jan Walter verzichten. Die angeschlagenen Spieler hatte Physio Marten Simon für die Partie fit bekommen. Mit Marin Vitic gab zudem ein Spieler sein HSG-Debüt: Marin ist Anfang des Jahres aus Kroatien nach Deutschland gekommen. Über Suad Dizdar, der aktuell als Trainer mit kroatischen Wurzeln in der Jugend von Augustdorf/Hövelhof tätig ist, entstand der Kontakt zwischen Marin und der HSG. Insbesondere Familie Schwensfeger engagierte sich bei der Unterbringung von Marin im Lipperland vorbildlich und die HSG versucht nun, dass sich Marin (Nr. 18) auch handballerisch gut einlebt.

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Die Partie begann in den ersten 5 Minuten bis zum 4:4 mit einem offenen Schlagabtausch ohne Abwehrreihen. Während sich die Gäste mit der Unterstützung ihrer Fans dann jedoch in der Abwehr stabilisierten und im Angriff eine solide Leistung mit geringer Fehlerquote abriefen, erlebte die HSG katastrophale 15 Minuten: In der Abwehr bekam die Erste überhaupt keinen Zugriff auf die Gegenspieler und ihm Angriff reihten sich technische Fehler, überhastete Kreisanspiele und Fehlwürfe aneinander. Ohne große Probleme konnte die Mannschaft von Trainer Daniel Franke mit einem 0:6-Lauf auf 4:10 davonziehen (13. Min). Auch ein gehaltener Siebenmeter von Christian Harst brachte der HSG keine Sicherheit, es kam vielmehr noch schlimmer und die Gäste erreichten beim 5:14 (18. Min) den höchsten Vorsprung des Spiels. Erst mit einer Deckungsumstellung auf eine 5:1-Formation mit Marin Vitic im Deckungszentrum bekam die Erste wieder Zugriff aufs Spiel und konnte sich zumindest etwas stabilisieren. Bis zum Pausenpfiff beim 12:18 konnte der Rückstand auf 6 Tore verkürzt werden.

Über 15 Minuten eine erschreckende Leistung, in der die HSG AB mit der mannschaftlichen Geschlossenheit vor allem ihre größte Stärke einbüßte. Jeder einzelne Spieler konzentrierte sich in dieser Phase auf alles, nur nicht auf das eigene (Team-) Spiel. Solche Phasen sollten nicht vorkommen, können aber passieren. Nach deutlichen Worten in der Kabine, war die Reaktion auf diese bescheidene Leistung entscheidend. Und die war gut:

Mit einer komplett anderen Körpersprache präsentierte sich die Erste ab der ersten Sekunde der 2. Hälfte. Die 5:1-Deckung kämpfte und jeder unterstützte den Nebenmann. Angeführt von Jannik Grebe und Benedikt Geosmann gelang über Tempo und gelungene Spielzüge direkt ein 3:0-Lauf zum 15:18, bei dem auch Marin sein erstes Tor für die HSG erzielte.

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Gelungene Aktionen wurden von der kompletten Mannschaft auf dem Feld und auf der Bank gefeiert und nach Fehlern gab es aufmunternde Worte. Die Erste war als Mannschaft zurück! Die Gäste blieben jedoch ruhig, kamen zwar immer wieder im Angriff ins Zeitspiel, spielten die verbliebenen Pässe jedoch seelenruhig runter und irgendwie fand der Ball am Ende zu häufig den Weg ins Tor. Dazu kamen immer wieder Zeitstrafen für die Erste, wobei das Zeitstrafenverhältnis mit 7:1 in diesem Spiel sehr einseitig war. Dadurch pendelte der Rückstand zwischen 3-5 Toren. Beim 19:22 (42. Min), 21:24 oder auch beim 23:26 (53. Min) hatte sich die HSG AB immer wieder auf 3 Tore herangekämpft, scheiterte aber immer wieder daran noch einen Schritt näherzukommen und Porta Westfalica weiter unter Druck zu setzen. Als die Erste in den letzten Minuten mehr riskieren musste, nutzte Porta Westfalica die Räume clever und vergrößerte den Vorsprung noch einmal zum Endstand von 24:30. Die HSG Porta Westfalica konnte sich von ihren zahlreichen Fans nach den 60 Minuten als verdienter Sieger feiern lassen.

Die HSG Altenbeken/Buke konnte sich mit einer kämpferisch einwandfreien Leistung in der 2. Hälfte zumindest teilweise für erschreckend schwache 15 Minuten in der 1. Halbzeit rehabilitieren. Das nächste spielfreie Wochenende kommt der HSG entgegen, um sich neu zu fokussieren und die Fehlerquote wieder zu reduzieren. In den letzten Spielen leistete sich die HSG immer wieder eklatante Schwächephasen von 10-15 Minuten und verlor dabei völlig die mannschaftliche Geschlossenheit sowie die Spieldisziplin aus den Augen. Viel Arbeit für Trainer Jan Schwensfeger und die Mannschaft bis zum nächsten schweren Spiel gegen den TSV Hahlen, der aktuell in hervorragender Form ist!

Spieler: Thomas Stennes, Christian Harst, Benedikt Goesmann (5), Malte Werning, Michael Schadomsky (3/2), Erik Fornefeld, Jannik Grebe (6), Florian Weißelstein (3), Daniel Wiemann (2), Alexander Jungeilges (2), Hendrik Schubert, Lennart Unkell (2), Marin Vitic (1)

HSG AB - HSG Porta Westfalica: 1:0; 2:2; 2:3; 4:4 (5. Min); 4:10 (13. Min); 5:14 (19. Min); 9:15; 10:17; 12:18 (HZ) 15:18 (33. Min); 16:21; 19:22 (42. Min); 21:25; 23:26 (53. Min); 23:28; 24:30 (Ende)

HSG Porta Westfalica: Hohlfeld (7/2), Delius (6), N. Held (6), Fuchs (4), Tretzack (3/3), T. Held (2), Halstenberg (2/1), Wilken-Johannes, Frerichs, Hahne, Kollmeier, Naumann

Schiedsrichter: T. Brandt und K. Veit

Zeitstrafen: 7 (Schubert 2, Werning 2, Vitic 3) - 1 (Halstenberg)

Siebenmeter: 4/2 (Schadomsky 3/2, Wiemann 1/0) - 8/6 (Halstenberg 1/1, Tretzack 4/3, Hohlfeld 3/2)

Das nächste Spiel: 19. Spieltag - Gegner: TSV Hahlen - Spieltag: Samstag, 09.03.2019 - Anpfiff: 19:00 Uhr - Spielort: Sporthalle Hahler Feld, Zähringer Allee 5, 32427 Minden

Das nächste Heimspiel: 20. Spieltag - Gegner: ASV Senden - Spieltag: Samstag, 16.03.2019 - Anpfiff: 17:00 Uhr - Spielort: Schulsporthalle Altenbeken

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